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Zille im Film
Der Name „Zille“ wurde oft als Zugpferd für Filme über das „Arme-Leute-Berlin” der Jahrhundertwende verwendet. Allerdings haben nur wenige dieser Produktionen direkt etwas mit Zilles Leben zu tun und können somit als „authentisch“ bezeichnet werden:
„Die Verrufenen“ von Gerhard Lamprecht aus dem Jahr 1925 entstand noch zu Zilles Lebzeiten mit dessen Zustimmung und förderte die Kommerzialisierung seines Namens. Nach Erzählungen von Heinrich Zille entstand im Jahr seines Todes 1929 zu seinem Gedenken Piel Jutzis Film „Mutter Krausens Fahrt ins Glück“, wobei das Buch von Willy Döll und Jan Fethke stammte. Der Film wurde unter dem Protektorat von Käthe Kollwitz gedreht. Kollwitz zeichnete für die Authentizität des Films verantwortlich und schuf für diesen auch ihr größtes Plakat.
Das DEFA-Musical „Zille und ick“ aus dem Jahr 1983 unter der Regie von Werner W. Wallroth ist lediglich an das Zille-Milieu angelehnt, hat aber wenig mit Zilles Biografie gemein. "Heinrich Zille" Fernsehfilm (ZdF) 1977, Regie: Rainer Wolffhardt, mit Martin Held als Zille, Stefan Wigger als Liebermann, beschreibt Zilles Leben in ausgewählten Stationen. Es ist Martin Helds eindringlichem Spiel zu verdanken, dass dieser Film Zille als Menschen in "seinem Millieu" zu einem Okular auf die Zeit und Gesellschaft werden lässt, in der der Künstler lebte. Held war Zille in seiner Kindheit in Berlin begegnet.